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Die Entwicklung des Aikido ausserhalb
Japans
Als O-Sensei Morihei Ueshiba sein AIKI-BUDO in den
20erund 30er Jahren lehrte, unterrichtete er ausschließlich auserwählte Personen, meist von adliger Herkunft, hochrangige Offiziere oder hochrangige
Budokas. Erst in den 40er Jahren öffnete er Aikido mehr und mehr und machte
Aikido allen Japanern zugänglich. Er hatte aber noch die Einstellung, Aikido
sei den Japanern vorbehalten. Doch als im zweiten Weltkrieg Atombomben auf
Nagasaki und Hiroshima fielen, änderte er seine Ansichten und war sich seiner
Aufgabe bewusst, allen Menschen Aikido zugänglich zu machen und allen die
Philosophie des Aikido näher zu bringen. Sein Grundsatz war: ,,Man greift nicht
an". Im Aikido beschränkt man sich auf Abwehrmaßnahmen.
Koichi Tohei, 10. Dan (geb. 1920)

Hirokazu Kobayashi, 8.Dan (geb. 1929) |
Wenn jeder Mensch
Aikido ausübt und dieses Prinzip beherzigt, kommt es zu keiner
Auseinandersetzung mehr. Und was zwischen zwei Menschen funktioniert, wieso
sollte dies nicht auch zwischen zwei Völkern funktionieren! So sandte O-Sensei
in den 50er Jahren verschiedene Meister in die ganze Welt. Minoru Mochizuki
(geb. 1907) und Aritoshi Murashige gingen als die ersten Aikido-Pioniere 1351
nach Frankreich. Beide trainierten zuvor bei dem Judo-Begründer Ji-Boro Kano,
dieser hatte sie ca. 1930 zu O-Sensei geschickt. M. Edochizuki lebte lange Zeit
in Frankreich, wo er zusammen mit seinem Sohn Hiroo Mochizuki Aikido lehrte. M.
Mochizuki lebt nun wieder in Japan. A. Murashige blieb nicht lange in Frankreich
und kam kurz darauf bei einem Verkehrsunfall ums Leben.1952 kam Tadashi Abe
(1927-1984) nach Frankreich, lebte, unterrichtete dort bis 1958 und ging dann
wieder nach Japan zurück. In den letzten Jahren vor seinem Tod betrieb er kein
Aikido mehr.1953 kam Koichi Tohei (geb. 1920) nach Hawai. K. Tohei gilt als einer der größten Aikido-Meister, der mit spektakulären
Kämpfen von sich reden machte. Einmal trat er in Hawai gegen fünf hochrangige
Judokas gleichzeitig an. 1955 kehrte er wieder nach Japan zurück und 1958 ging
er für lange Zeit nach Amerika. Seit ein paar Jahren lebt er wieder in Japan.
1955 ging Seigo Yamaguchi (geb. 1924) nach Indien, danach lebte und
unterrichtete er in Frankreich. Derzeit lebt er wieder in Japan und ist im
Honbu-Doio tätig, er kommt jedoch noch oft nach Europa, auch nach Deutschland.
Andre Nocquet (geb. 1913) ging von 1955 bis 3958 nach Japan, wo er unter
O-Sensei trainierte, die meiste Zeit aber unter Kishomaru Ueshiba, Koichi Tohei
und Hirokazu Kobayashi. Heute lebt und trainiert er in Paris. Er kam lange Zeit
nach Deutschland, um Lehrgänge für den Deutschen Aikido-Bund abzuhalten.
Mittlerweile hat sich Andre Nocquet etwas zurückgezogen. |
| 1960 kam Masamichi Noro (geb. 1935) nach Frankreich
um Aikido zu unterrichten, heute lehrt er kein Aikido mehr sondern
Kinomichi; das sind aus dem Aikido stammende Bewegungen ohne
Selbstverteidigungsnutzen und ohne Würfe und Hebel. Moro ist oft zu Besuch bei K. Asai (geb. 1942) und gibt Lehrgänge innerhalb des
Aikikai im Kinomichi. Seit 1964 kommt Hirokazu Kobayashi (geb. 1929) jedes Jahr regelmäßig für ca. 3-5 Monate nach
Europa, um Lehrgänge abzuhalten, er führte Aikido in den Niederlanden ein. In
Japan reist er ebenfalls umher, um Lehrgänge abzuhalten.1964 ging Yoshimitsu Yamada (geb. 1938) nach
Amerika,1965 folgte ihm Mitsunari Kanai (geb. 1939)· Beide arbeiten eng
zusammen und unterrichten auch heute noch in Amerika. Y. Yamada kommt regelmäßig
nach Frankreich, um Lehrgänge
abzuhalten, sehr oft zusammen mit N. Tamura (geb. 1933). Hiroshi Tada (geb.
1929) ging 1966 nach Italien und lebte dort
bis 1972. Seit 1972 lebt er wieder in Japan, kommt aber noch regelmäßig nach
Europa, um auf Lehrgängen zu unterrichten. |

Hiroshi Tada,8. Dan
(geb. 1929) |

Andre Nocquet,8. Dan (geb. 1913) |
Nobuyoshi Tamura (geb. 1133) begann 1948 bei H. Kobayashi in Osaka Aikido zu
lernen. H. Kobayashi brachte ihn mit
O-Sensei in Kontakt. 1964 ging N. Tamura nach Frankreich, wo er noch heute lebt
und unterrichtet. Seichi Sugano (geb. 1338) ging 1964 nach Australien um dort
Aikido zu lehren, seit 1979 lebtund trainiert er in Belgien. Er gibt auch oft
gemeinsam mit N. Tamura und Y. Yamada Lehrgänge.
1965 kam Kazuo Chiba
(geb. 1940) nach England
und lebte dort bis 1976, danach ging er nach Japan zurück. 1981 dann nach Kalifornien. 1965 kam Katsuaki Asai
(geb. 1942)nach Deutschland und gründete kurz darauf später den Aikikai in
Deutschland. |
| 1966 kam G. Wischnewski von einem dreijährigen
Japanaufenthalt nach Deutschland zurück. Er wollte eigentlich Judo
und Karate lernen, traf dann auf O-Sensei und blieb beim Aikido. Nach seiner Rückkehr
begann er sofort, Aikido zu unterrichten, und verfasste 1968 ein deutsches
Aikido-Buch. Aus gesundheitlichen Gründen musste er das Aikido-Training aber
aufgeben. In den 70er Jahren ging Mitsugi Saotome (geb. 1937) in die USA Kenji
Shimitsu(geb. 1940) kam oft nach Deutschland und hatte bis 1981 gute
Verbindungen zur Abteilung Aikido des Deutschen Judo Bundes. K. Shimitsu kommt
immer noch regelmäßig nach Deutschland. Masatomi Ikeda lebt und unterrichtet
heute noch in der Schweiz. Hideki Hosokawa und Yoji Fujimoto in Italien, Mioru
Kanetsuka in Großbritannien und in den Niederlanden. Juo Iwamoto lebt und
unterrichtet in Österreich. Yasunari Kitaura in Spanien und Toshikazu Ichimura
in Schweden und Finnland. Auch in den ehemaligen Ostblockländern und in
afrikanischen Ländern wird heute Aikido betrieben. So hat Aikido von 1951 bis
heute einen sensationellen Aufschwung erlebt und wird nun in der ganzen Welt
gelehrt. |

Morihiro Saito, 8. Dan (geb. 1928 ) |

Nobtlyoshi Tamura,8. Dan (geb. 1933) |

Seigo Yamaguchi,8. Dan
(geb. 1924) |
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